Edith Lot

Im Flieger nach Tel Aviv geraten drei einander fremde Menschen in ein überraschend tiefes Gespräch. Themen öffnen sich, die sonst nicht als Konversationsstoff taugen. Der eingeschränkte Blick auf die Rückseite des Vordersitzes enthebt aus der Beziehungsdynamik und macht Unmögliches möglich: Tabus anzusprechen, von persönlichen Übergriffen zu berichten, seismografisch feinste Schwingungen mitzugehen, auszuloten, auszuhalten.

Auf dem Mittelplatz Edith Lot, deren temporeiche Selbstreflexionen zu Flugbeginn schnell zusammenbrechen – angesichts dessen, was sie hört, fühlt, wahrnimmt. Hinter dem Wortgerassel zeigt sich Scheu, treten Verwundbarkeit und Menschlichkeit zu Tage. Die Journalistin verhandelt im Gespräch auch die Fragen, die sie zu dieser Reise veranlasst haben: Fragen zur jüdisch-christlichen Kultur, zu Feminismus, Patriarchat und Missbrauch. Nicht zuletzt zu ihrer eigenen Identität. Fragen, die sie auf die Spur von Lots Frau führen, die in der Genesis zur Salzsäule erstarrte im Blick zurück auf Sodom und Gomorrha.

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