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RisikoBRIEFing 6/2019

 

Über den Verstand...

…kommen wir nicht zur Vernunft. Die für vernünftiges Handeln erforderliche Verknüpfung von Gefühl und Verstand ist, trotz Nobelpreis und aller Intelligenz-Diskussionen, immer noch nicht selbstverständlich. Nach wie vor gilt: Wer rational entscheidet, wird für eine vernünftige Person gehalten.

Ein längst überholte Meinung. Der logische Verstand kann alles begründen und ist gerade deswegen korrumpierbar: Einerseits durch fehlende Kenntnisse und falsche Schlüsse, andererseits durch unsere gedankliche Freiheit in Situationen, die uns nicht selbst im Hier und Jetzt betreffen. Wer gerade nicht in dieser Sekunde vorm Traualtar steht, kann sehr charmant darüber schwadronieren, wie sich so ein „Nein“ in letzter Sekunde anfühlt. In der Situation selbst spielen emotional ganz andere Kaliber mit – die Angst vor der Endgültigkeit, die Freude angesichts des neuen Lebensabschnitts, die Sorge darum, alles gerade jetzt richtig zu machen…

Aus dem logischen Verstand entstammt auch die Überzeugung, dass die Digitalisierung der Vereinfachung dient. Wenn dem so wäre, warum ist unser Leben dann nicht einfacher geworden? Jeder Arbeitsplatz vorm Bildschirm ist stressiger als die vorige Arbeit, Zeitnot nimmt zu, Qualifizierungsanforderungen erhöhen sich, Schulwissen reicht nicht länger.

Bessere gesellschaftliche Teilhabe durch digitalen Fortschritt wird suggeriert, tatsächlich aber wird unser Alltag, den wir überwiegend „analog“ erleben, deutlich komplizierter. Die digital erforderlichen Kompetenzen – z.B. in jeder Stadt eine andere Art der Ticketbeschaffung für den Nahverkehr - und der erforderliche Überblick – muss ich hier nun draußen oder drinnen abstempeln oder gar nicht? – sind dem Kunden allein überlassen.

Kein Wunder, dass uns die Digitalisierung statt in die Vereinfachung geradezu zwangsläufig in die Vermeidung führt. In der Abwehr der massenhaften Datenflut, die jeden von uns ereilt, liegt sicher eine Ursache für typische Einschränkungen im analogen Verhalten: reduzierte Aufmerksamkeitsspannen etwa für das Lesen eines Sachbuchs oder für ein mitmenschliches Gespräch.

Die Wirtschaft lebt vermeintlich sehr gut von und mit der Digitalisierung. Doch was heißt das für das Erleben des Einzelnen und die Effizienz seiner Arbeit? Wir brauchen das Analoge, um erfolgreich arbeiten zu können. Algorithmus und Lebensqualität sind zwei Pole unserer einen Realität, die sich trotz unendlicher Datenmengen nie digital abbilden lassen wird. Im Analogen, im persönlichen Erleben, in der emotionalen Verarbeitung und im kreativen Gestalten erst sind und bleiben wir Mensch. Allen KI-Bewunderern sei gesagt: Es geht nicht um ein „entweder oder“ sondern um ein „sowohl als auch“.

Was auch immer Sie in dieser Polarität denken, tun, verändern wollen, ich bin an Ihrer Seite. Bringen Sie Ihr ganzes Potenzial in die Welt – und nicht nur Nullen und Einsen!

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich,

Ihre

 

 

 

 

 

 

 

 

„GEMISCHTE PLATTE“: PRENZLAUER PROMENADE 149-152
Offene Ateliers und Ausstellung, 21.9., 13-19 Uhr

Um 13 h wird eröffnet und ab 13.30 h sind die Künstler aus der Prenzlauer Promenade 149-152 in ihren Ateliers zu finden – offen für Gespräche, Diskussionen, Staunen und natürlich auch für den Erwerb von Bildern oder Skulpturen. Besuchen Sie mich gern in meinem Atelier im Raum 239, Aufgang D (an der Kampfkunstschule) – hier gibt es weder Kaffeemaschine noch Kühlschrank, dafür die Malerin in Aktion, Zwischenstände an den Wänden und Freude am gut gelaunten Besuch. Ab 19 h ist die Gemeinschaftsausstellung in Raum 109 geöffnet und bis 21 h lässt sich gut ein Überblick gewinnen: Wer malt hier alles?!

Mehr zum Programm finden Sie hier.

Erste Eindrücke meiner Arbeiten finden Sie in diesem Newsletter sowie auf meiner Malerinnen-Website www.witzerland.de.

 

PRIVATE GROWTH: WEITERBILDUNG ZUM COACH
Erweitern Sie Ihre Toolbox, professionalisieren und wertschätzen Sie Ihre Erfahrung!

Hat dieser Sommer Ihnen gezeigt, dass es gut wäre, etwas für die eigene Sache zu unternehmen? Haben Sie Hunger bekommen darauf, mehr von sich selbst zu verstehen und dieses Wissen handfest zu gestalten? Dann kann dieses Angebot 1-on-1 etwas für Sie sein.

Gemeinsam bestimmen wir Ihre Einstiegshöhe und definieren den Entwicklungsweg, der Sie selbst ermächtigt und stärkt. Genießen Sie Reflexion, Input sowie Integration Ihrer bisherigen Erfahrungen!

Lesen Sie mehr hier.

FÜHRUNGSKRÄFTE: MEHR LEADERSHIP
Grundlagen für Change, Reflexion und Wachstum

Macht, die früher über Druck, Hierarchie oder Ignoranz ausgeübt wurde, zeigt sich heute konstruktiv als Präsenz und Persönlichkeit – typische Effekte von Entwicklungsprozessen. Souveräner Umgang mit eigenen Gefühlen ist ebenso unabdingbar wie soziale Kompetenz. Innere wie äußere Veränderungen brechen alte Strukturen auf, fordern optimierte Prozesse, erzeugen neben organisationaler auch strategische Neuausrichtung.

Wer sich dabei von seinen unbewussten Verhaltensmustern einfangen und manipulieren lässt, der wird dieser Aufgabe nicht gerecht. Es ist erforderlich, mehr von sich selbst zu wissen und Veränderungen umsichtig und reflektiert zu gestalten. Dafür habe ich dieses One-on-one konzipiert - ressourcen-schonend, intensiv, vertrauensvoll.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier. Ich freue mich auf Ihre Nachricht, sehr gern für ein Vorgespräch telefonisch oder persönlich.