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Ganztags leben…

… darum geht es für mich jetzt und in Zukunft. Freizeit kann nicht die Mühen der Arbeit ausgleichen; es braucht viel mehr eine Balance für alle Lebensbereiche. Das gilt auch für Führungskräfte, die sich oft in Sandwich-Positionen und im Management anspruchsvoller Stakeholder aufreiben. Wie aber dahinkommen, gerade wenn die Aufgabe eine „Challenge“ ist?

Meine Antwort lautet auch hier: Innensteuerung. Die eigene Innensteuerung zu erkennen und sich vom eigenen Selbst führen zu lassen – wie das geht, vergessen die meisten von uns mit zunehmendem Alter. Innensteuerung macht frei und unabhängig. Sie hilft solide gegen Burn- und Bore-out, gegen Funktionieren und Hirnlosigkeit am Arbeitsplatz. Positiv gesagt: Sie bringt den ganzen Menschen „in Anschlag“.

Menschen mit Innensteuerung führen als allererstes sich selbst. Sie entscheiden in eigener Verantwortung und sind deshalb nicht zu manipulieren: Sie wollen gewonnen werden und als Personen geachtet. Für den einzelnen liefert Innensteuerung die solide Gewissheit, dass das eigene System aus Verstand, Gefühlen, aus Erfahrungswissen und Intuition mit der Zeit immer besser wird. So kann sich das eigene Potenzial ganz individuell aus den bekannten Ressourcen entfalten. Innen gesteuerte Menschen sind solche, die wissen, was sie brauchen und können.

Das könnte auch die Wirtschaft erneuern – für eine Art von Wirtschaften, die uns als Menschen komplett ernst nimmt, ja, die uns gerade wegen unserer Potenziale, unserer persönlichen Visionen für ein erfüllendes Leben akzeptiert.

Für eine solche Wirtschaft bin ich unterwegs. Und wie ist das mit Ihnen? Vielleicht ist das ein Gesprächsthema für einen schönen Herbstspaziergang. Auf den freue ich mich auch!

Mit herzlichen Grüßen
Ihre

Brigitte Witzer

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Auf zu neuen Ufern für mich als Autorin, Rednerin und Coach!

Es ist soweit: Die Seite www.witzer.de ist freigeschaltet!

Meinen Newsletter erhalten Sie ab sofort von dieser Seite. (Dazu hier der rechtliche Hinweis: Wenn das für Sie nicht passt, bitte ich um Nachricht.)

Außerdem gibt es seit dem 6.10.2014 eine neue Facebook-Seite, die die bisherige Buchseite für die „Diktatur der Dummen“ abgelöst hat. Dazu habe ich ein Redaktionsteam in Hamburg gewonnen. Unsere erste gemeinsame Tat: Das Montagszitat trägt die Überschrift „Attacke“. Dann kann die Woche kommen!

Mehr bei facebook unter https://www.facebook.com/witzer.brigitte

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Wie Verwechslungen von Worten uns alle irreleiten.

„Bedarf ist die Summe aller Bedürfnisse.“ Das ist die Basis-Definition der Volkswirtschaftslehre. Und die ist, wie die meisten Wissenschaften, ja auf Zahlen, Daten und Fakten ausgerichtet.
Was also machen mit Bedürfnissen, die eben kein bisschen an Zahlen orientiert sind? Ein Bedürfnis erfordert Gewahrsein oder Bewusstheit; es erfordert, dass der Mensch sich auf sich besinnt und etwas von sich wahrnimmt. Gerade aber dieser inneren Schau, gerade an der Luft für einen bewussten Umgang mit uns selbst, daran fehlt es oft. So oft, dass viele Menschen gar nicht (mehr) wissen, was eigentlich ihre Talente sind.
Wenn ich im Coaching frage, wo das eigene Potenzial ist, da begegnet mir meist große Ratlosigkeit. Frauen fällt dann oft ihr Ehrgeiz ein, noch öfter ihr Fleiß, mit dem sie die unterschiedlichsten Inhalte bewältigen können. Aber die eigenen Themen? Das eigene, tiefe Anliegen? Fehlanzeige.
Männer, so meine Erfahrung, kennen sich eher mit den Spielregeln von Macht aus. Wissen, wie sie taktieren müssen, welche Strategien zum Erfolg im Unternehmensdschungel führen. Aber welche Potenziale sie haben? Auch hier: oft genug Ratlosigkeit.
Die VWL ist nicht für die persönlichen Bedürfnisse zuständig, sondern analysiert und beobachtet die wirtschaftliche Gesundheit unseres Landes. Und hier scheint es mir ähnlich: Wir sind fleißige Ameisen – obwohl Chinesen und Japaner uns da ausstechen. Wir sind große Strategen und Taktierer – auch hier sind wir nicht ohne Konkurrenz. Was aber sind die Potenziale unseres Landes? Was können wir (und nicht die Lobbyisten der verschiedenen Wirtschaftszweige) richtig gut?
Diese Fragen, die nicht quantitativ zu beantworten sind, sondern eine qualitative Antwort erfordern, höre ich nicht. Dabei wäre es höchste Zeit für einen anderen Blick. Vergessen wir die Summe der Bedürfnisse, die schlichtweg Menschen in Absatzmärkte umdenkt, und kommen wir zurück: Wenn wir Zeit finden für unsere Bedürfnisse, dann lassen sich auch unsere Potenziale wieder zurückholen. Zugunsten einer Wirtschaft für uns alle.

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Bitte um Unterstützung und Mithilfe.

Immer wieder bin ich erstaunt, wie viel Macht wir ohne großes Federlesen dem Quantitativen geben. So zum Beispiel bei Amazon: Die Masse der Leserbeurteilungen entscheiden darüber, ob ein Buch als „Empfehlung“ gezeigt wird oder nicht. Konkret: Es müssen mehr als 3 Sterne in der Gesamtbeurteilung herauskommen, ergänzt um möglichst viele „hilfreich“-Wertungen von 5-Sterne-Beurteilungen, das ist meine aktuelle Beobachtung. Wer den Algorithmus kennt, den bitte ich um weitere Aufklärung – warmly welcome!

Wir alle wissen, dass Menschen viel mehr dazu neigen, Kritik und Enttäuschung mitzuteilen als eine positive Rückmeldung. Die meisten von uns finden das ganz normal, schließlich sind wir mehr oder weniger in dieser Kultur aufgewachsen: Lob behalten wir meist für uns, Kritik wird immer wieder geäußert - solange, bis es dem Kritisierenden besser geht. Meist wird damit ja die Dissonanz, das Gap zwischen Erwartung und Realität „verkleinert“. Bei einem Buch wie der Diktatur, das auf „gegen den Strich bürsten“ angelegt ist, sind Kritik und Widerspruch sehr ehrenvoll. Eigentlich – denn leider würdigt Amazon das gerade nicht.

Ehre wäre für mich: Leser stoßen auf Widersprüche, geraten in kognitive Dissonanz, sprich: der Stachel der inneren Auseinandersetzung ist aktiviert, es gibt Irritationen und auch Abwehr. Bei amazon aber bedeuten fünf Sterne – nichts. Die Besprechung sagt dabei oft genug mehr über ihren Schreiber aus als über das Buch. Deshalb sind viele Autoren (etwa rund um einen Agenten) dazu übergegangen, sich gegenseitig positive Kritiken zu schreiben. Andere schicken Vorab-Exemplare als Ebooks an kleine Gruppen von Erstlesern und bitten ausdrücklich um 5-Sterne-Meldungen bei amazon, alles darunter bitte an Kritik zurück an sie persönlich.

Auch mich lässt die vermeintliche Demokratie des Netzes, dieses quantitative System nicht kalt. Denn gerade ist die Beurteilung der „Diktatur“ auf drei Sterne gesunken, das Buch wird also bald aus den automatischen Weiterempfehlungen herausfallen. Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle einen Aufruf gegen die „Diktatur der Quantität“ starten: Wenn Sie dieses Buch gut fanden, bitte unterstützen Sie seine gute Bewertung! Das geht auf zwei Wegen: a.) mit wenig Aufwand: Bewerten Sie eine gute Kritik als hilfreich. b.) mit etwas mehr Einsatz: Schreiben Sie doch eine – auch ganz kurze – positive Kritik. Autorin und Buch danken Ihnen herzlich!

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