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RisikoBRIEFing 5/2018

 

Reflexion

…scheint uns allen eine Selbstverständlichkeit. Erst vor wenigen Tagen habe ich begriffen, wie unscharf dieser Begriff verstanden wird: Er fordert automatisch unsere Zustimmung, ohne Vergewisserung, dass das Thema überhaupt reflektiert wurde.

Oft reicht das Durchlesen eines Textes, um mein Interesse zu wecken. Dann gleiche ich mit meinen vorhandenen Kenntnissen ab – ich analysiere. Analyse ist die wissenschaftlich-systematische Untersuchung eines Sachverhaltes, der in seine Bestandteile zerlegt, hinterfragt und ausgewertet wird. Besonders interessant sind dabei die Wechselwirkungen für das Ansammeln fachlicher Qualifikation.

Das vermag Analyse – sie liefert Ergebnisse. Wie aber öffne ich mein Entwicklungspotenzial? Welche Mühe kommt da auf mich zu? Zur Reflexion gehören Fragen wie: Was hat das Ergebnis mit mir zu tun? Welche Konsequenzen hat das für mich? Welche Gefühle werden dabei ausgelöst?

Damit öffne ich Tür und Tor für Komplexität und Dynamik in meinem Bewusstsein: Reflektieren befeuert die inneren Prozesse meines Denkens und Lernens sowie meiner weiteren Entwicklung. So sieht Integration in der eigenen Persönlichkeit aus.

Der zeitliche Aufwand für Analyse und Reflexion kann sehr unterschiedlich sein: Während die Analyse sich an Zahlen, Daten, Fakten orientiert und Wissen anreichert, fordert die Reflexion dazu auf, die eigenen inneren Prozesse wahrzunehmen, wertzuschätzen und entsprechend zu aktualisieren. Eine Arbeit, die ich persönlich nutze, um mein Bedürfnis zu lernen, lebendig und neugierig zu sein auf das genau richtige Feld zu lenken: auf mich in meinen Beziehungen.

Welch ein Geschenk! Öffnen Sie Ihren Entwicklungsraum, indem Sie die Bedeutung dieser beiden Begriffe für Ihr Leben überprüfen. Der Juni ist dazu so hilfreich wie alle anderen Monate, doch wie immer gilt die Devise: Besser jetzt als nie!

In diesem Sinne grüße ich herzlich

Ihre

Nachrichten aus dem „Popup-Atelier“:

Der grüne Gesang, 210 cm x 230 cm, gedruckt, Acryl auf Kraftpapier

 

ÜBERLEGUNGEN ZUM EXECUTIVE COACHING:
Was sind gute Voraussetzungen?

 

Executive Coaching ist eine Entwicklungschance für Führungskräfte in Konzernen, Verwaltungen und anderen komplexen Organisationen. Es sind die sogenannten Executives, die das Unternehmen in seinen Entscheidungen tragen, indem sie Verantwortung übernehmen für Organisation, Planung, Koordination sowie die Führung von Mitarbeitern.

Diese Führung funktioniert heute kaum noch über Hierarchien; Mitarbeiter arbeiten produktiv und effizient nur dann, wenn sie mit Wertschätzung und ohne Angst ihre Aufgaben erfüllen können. Reinhard Sprenger hat mit seinem Buch „Mythos Motivation“ deutlich gemacht, dass Demotivation das größte Hindernis in der Entfaltung von Potenzialen ist. Wer Executives coachen will, benötigt also Klarheit über sein Menschenbild.

Darüber hinaus ist es hilfreich und sinnvoll, die Strukturen einer komplexen Organisation aus eigener Erfahrung zu kennen – und zwar aus der Sicht eines Executives. Das ist eine weitere Voraussetzung, um sich dieser Art von Coaching zuzuwenden.

Eine dritte Voraussetzung: eine umfangreiche Weiterbildung als Coach oder als Mediator*in oder eine tiefgreifende therapeutische Grundlage, wie sie beispielsweise die Transaktionsanalyse bietet.

Wenn das vorhanden ist, dann steht dem Executive Coaching nicht mehr viel im Wege. Sie können es erlernen, indem Sie etwa in Ashridge (GB) ein Masterstudium absolvieren, aber auch, indem Sie einen Grundstein legen mit meinem Weiterbildungsangebot „Executive Coaching“, das in diesem November beginnt und Sie in ein vielleicht aufregendes, auf jeden Fall reflexionsreiches Jahr voll eigener Entwicklungsmöglichkeiten mitnehmen möchte.

Bei Interesse finden Sie den aktuellen Stand auf meiner Website und melden Sie sich bei mir für die Interessent*innenliste! Ich halte Sie gern auf dem Laufenden.