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RisikoBRIEFing 2/2017


Begriffe versenken...

 …aber mehr noch: neue Begriffe erfinden, das scheint mir zum Alltag erfolgreicher Manager und Führungskräfte zu gehören. So lässt sich das eigene Erfahrungswissen anschaulich fassen.

Das jedenfalls erlebte ein Kunde, der drei Monate in einer karitativen Organisation verbrachte und mit mir seinen Erkenntnisgewinn durcharbeitete. Sein Ziel: Er wollte nach Rückkehr ins Office über seine wesentlichen Einsichten aus dieser Auszeit sprechen und anschließend fällige Kulturveränderungen für sein Unternehmen anstoßen.

Sein erstes Thema waren englische „Buzz-Words“. Die waren nämlich in dieser Non-Profit-Organisation ein Unding und führten sichtbar zu „Zahnschmerz-Gesichtern“ – eine Wirkung, die auch viele Mitarbeiter in Unternehmen spüren, aber dann doch nicht reagieren. Er bezeichnete diesen Zwang zu Anglizismen augenzwinkernd mit „Business-Verwahrlosung“. Ihm war deutlich geworden, wie unscharf sehr viele englische Begriffe sind, die eher Internationalität und Globalisierung vorgaukeln, als dass sie für Klarheit und Eindeutigkeit sorgen.

Seine durchaus charmante Erkenntnis: Wer bei Business-Verwahrlosung dann noch an ganz anderes denkt, der könnte durchaus gut in sein Unternehmen passen.

Machen auch Sie sich Ihre Erfahrungen bewusst. Räumen Sie in Ihrer großen „Schatzkiste“  des Vorhandenen auf, gewinnen Sie Neues und sortieren Sie überholte Konzepte  aus.

Ich freue mich immer, von Ihnen zu hören - aus welchem Grund auch immer! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit, kommen Sie heiter über die närrischen Tage.

Mit besten Grüßen

Ihre

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AUFRUF NICHT NUR AN FRAUEN!
Postkarten-Motiv: Das eigene Ding.

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Je nach Tagesform gefällt mir dieses Motiv aus der Präsentation zum Fleißlügen-Vortrag am besten: Eine Power-Frau vor typischer Powerpoint-Präsentation, mit allen Attributen eines durchsetzungsfähigen, jedem Wettbewerb standhaltenden Managements. Aber wer kann schon so leben?

Die wenigsten. Es geht darum, für Männer wie für Frauen, das eigene Dinge zu finden, statt einfach in den vorhandenen (und vielleicht sogar komfortablen)  Strukturen zu funktionieren. Das ist aber, wie ich aus vielen Gesprächen und nicht zuletzt aus eigener Erfahrung weiß, gar nicht so einfach: Woher wissen wir für uns selbst und dann womöglich auch noch ziemlich sicher, was das eigene Ding ist?

Es bleibt uns meist nichts anderes übrig, als – anstatt auf die Empfehlungen von außen, von anderen zu hören – mit uns selbst ins Gespräch zu kommen. Wo ist das, wofür unser Herz schlägt? Wo werden wir kraftvoll, ja, schwärmerisch, wenn wir daran denken? Wo sind wir berührt, was trifft uns wirklich tief? Hier ist das Pfund, nach dem zu fahnden sich lohnt: Wer eine Ahnung vom eigenen Talent, aber auch vom eigenen Bedürfnis hat, der kann daraus Beruf und Berufung ableiten. Und so letztendlich ohne viel Geschrei und ohne Umwege zu einem erfüllenden Arbeitsleben kommen.

Lesen Sie mehr darüber in meinem aktuellen Buch: Die Fleißlüge

PS1: Die Präsentations- wie auch die Postkarten-Motive hat Sandra Fink, Berlin und Leipzig, für mich entwickelt.

PS2: Für alle, die nicht an ein Leben ohne Fleiß glauben, aber etwas ändern wollen, empfehle ich ein Executive Coaching.