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RisikoBRIEFing 3/2016


Selbstreflexion...

 

 …zählt neben Reflexion und Dialog zu den stärksten Instrumenten des Erkenntnisprozesses. Das ihnen Gemeinsame ist eine nicht berechenbare Dynamik, die ergebnisoffen und überraschend sein kann – alles extrem Angst auslösende Phänomene. Kein Wunder also, dass in Hierarchien diese Prozesse wenig gefragt  sind – schließlich ist das oberste Ziel von Hierarchie die Gewährung von Sicherheit.

Der Unterschied zwischen diesen Instrumenten liegt in Perspektive, Inhalt und Beziehung. Reflexion und Selbstreflexion sind auch „alleine“ möglich, als innere Zwiesprache, mehr Sprengkraft aber birgt der Dialog. Er eröffnet einen Abgleich mit den Sichtweisen anderer; unterschiedliche Denkansätze lassen sich so zusammenführen, um Neues zu entwickeln.

Voraussetzung dafür ist stets die Offenheit für Veränderung. Bei mangelnder Offenheit übersteigen die Risiken leicht die Chancen. Kein Wunder also, dass in vielen Unternehmen diese ergebnisoffenen und dynamischen Prozesse nicht besonders beliebt sind. Allzu leicht werden damit feste Abläufe und Strukturen in Frage gestellt.

Wer möchte das schon? Eigentlich doch jeder, der an Innovation interessiert ist - oder zumindest neugierig darauf! Ich persönlich spüre weder die Neugier noch höre ich allzu vele glaubwürdige Rufe nach Veränderung. Aber das Schlafen bei offenem Fenster kann ja keinem von uns diesen Sommer schaden!

Mit besten Grüßen

Ihre

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Themen dieser Ausgabe

 1.

INTERVIEW MIT THOMAS PYCZAK:
Hören Sie auf zu kommunizieren! Führen Sie Gespräche.

2.

VORTRAG: DIE FLEISSLUEGE MIT TOLLEN SLIDES.
Wie Sandra Fink die Matrjoschka „neu erfand“.



Die Abbildungen in diesem Newsletter stammen aus meiner Präsentation zur Fleißlüge und kommen von Sandra Fink, Berlin.

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INTERVIEW MIT THOMAS PYCZAK:
Hören Sie auf zu kommunizieren! Führen Sie Gespräche.


Thomas Pyczak war (bis vor kurzem) Vorsitzender der Geschäftsführung von CHIP – sicher auch denen bekannt, die mit Computer wenig bis nichts zu tun haben. Seit letztem Jahr hat er Neues im Sinn: Er schreibt Romane und befasst sich mit seiner zentralen Erkenntnis als Manager: Mit Stories lässt sich viel bewegen. 

Wir kamen ins Gespräch genau zu seinem Thema Storytelling – wir beide, so stellte sich schnell heraus, halten viel von dieser Methode, um die altbekannte Zahlen-Daten-Fakten-Führung energetischer zu gestalten und Menschen überhaupt für unternehmerische Themen zu gewinnen.

Hier der Link auf den ganzen Text:

http://www.strategisches-storytelling.de/executives-hoert-endlich-auf-zu-kommunizieren/

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VORTRAG: DIE FLEISSLUEGE MIT GENIALEN SLIDES. Wie Sandra Fink die Matrjoschka „neu erfand“.


Sandra Fink wurde mir empfohlen und so traute ich mich. Besser gesagt, ich vertraute ihr die Entwicklung der Figuren für meine aktuelle Präsentation zur  Fleißlüge an. Wir wählten als roten Faden die Idee der Matrjoschka, weil ich davon ausgehe, dass in jeder Frau viele weitere Rollen stecken. Wir sind eben nicht nur Managerin oder Mutter, nicht nur Superbiene oder Heldin.

Wer mein Buch gelesen hat, weiß natürlich um diese Rollenvielfalt. Und ebenso klar ist, dass es den Männern genauso geht – ihre Rollen finden sie allerdings bislang außerhalb von Haushalt und Familie. Frauen sind seit Jahren dabei, ihre traditionelle Rolle im Haushalt zu verlassen und sich in Richtung Wirtschaft durchzuschlagen.

Zu welchen Kapriolen diese immer noch nahezu revolutionäre Aktion führt, das wissen Frauen in der Wirtschaft oft genug aus bösen Erfahrungen. Und es reicht nicht, einfach nur weiterzugehen, die Augen vor den doch längst überholten Klischees zu verschließen! Im Gegenteil, Ignoranz hilft uns gerade nicht nach vorne.

Schauen wir gemeinsam hin: Lassen Sie uns Vielfalt und Individualität leben! Oder wie es Dorothe Liebig, Organisationsberaterin mit viel Feuer, sagt: Ohne Wirtschaftlichkeit schaffen wir es nicht, ohne Menschlichkeit ertragen wir es nicht! Mehr von ihr:

https://issuu.com/aeon-group/docs/hp_via_punkpdf/9?e=3980631/3717356

 

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