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RisikoBRIEFing 2/2016

 

WIE KÖNNEN SACHORIENTIERUNG…

 

 …und Maschinenmodell als Entscheidungsgrundlage auch zukünftig gültig sein? Wer sich von „Command und Control“ trennt und Beziehungen in den Vordergrund stellen möchte, wem Führung wichtiger ist als Managen von Zahlen, Daten, Fakten, der setzt einen tiefgreifenden Kulturwandel in Gang.

Das hat Konsequenzen: Die Auflösung von Hierarchien, das Ende der stillen Rangordnungen in Teams und die Verunsicherung all jener, die bislang auf Hierarchie mit Gewinnern und Verlierern bauen konnten.

Für nachhaltigen Erfolg sind andere Qualitäten vonnöten: Neue Formen der Zusammenarbeit müssen erprobt werden. Es braucht Vertrauen, und das von allen Seiten. Wie sonst könnten Veränderungsprozesse angestoßen, unterstützt, ausgewertet, verworfen oder optimiert werden? Für Top-Executives heißt das: Vertrauen aufbauen. Nerven bewahren. Wir sind nicht auf der Flucht!

Nutzen wir den Frühling mit seiner alljährlichen Veränderungsenergie als bestes Beispiel. Mit dieser Kraft gehen die wesentlichen Dinge ganz leicht. Betrachten Sie Ihr Unternehmen nicht als Maschine, sondern als lebendiges System: Welche Power ist darin möglich! Inspirierende Überraschungen dazu wünscht Ihnen

Ihre

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NETZWERK-HILFE: IMMER WIEDER ILLUSIONEN?
Seilschaft und Netzwerk sind kein Gegensatz

Männer pflegen Seilschaften, so heißt es immer wieder, Frauen dagegen Netzwerke. Leider ist es so einfach nicht. Seilschaften sind tragfähige Strukturen, die unausgesprochen gelten und über Generationen Tradition haben. Kein Mensch bemüht sich um eine Seilschaft, im Gegenteil: Schon die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Studiengruppe, einer Verbindung oder einem Club kann sich als Seilschaft erweisen.

Seilschaft heißt: Keiner bleibt zurück, weder im Gebirge noch im Krieg! Hier muss sich jeder auf den anderen verlassen können. Und auch wenn heute in der Wirtschaft nur selten der Berg ruft, so wird doch das tägliche Business oft genug als Kampfplatz begriffen. Helden sind immer noch zahlreich zu finden.

Gerade Frauen setzen oft auf Netzwerke, die im Unterschied zur Seilschaft freiwillig geknüpft werden, ohne auf Dichte und Tragfähigkeit zu achten. Wenn Netzwerke unter anspruchsvollen Partnern funktionieren sollen, gleich ob Männer oder Frauen oder eine gute Mischung, dann bedeutet das von Anfang an: Belasten wir das Netzwerk! Probieren wir aus, ob es nur Text ist, der vom schönen Netzwerk spricht, oder ob das Netz auch dem tatsächlichen Handeln standhält.

 

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BRAUCHEN WIR DEN FEMINISMUS NOCH?
Wenn Klischees nicht überwunden, sondern ignoriert werden

Letztens sprach ich mit einer Hochschulkollegin über die weit verbreitete Haltung junger Frauen, dass die Gleichberechtigung sich längst durchgesetzt habe und der ganze Feminismus jetzt wirklich überholt sei. Woran wird sichtbar, dass die Gleichberechtigung eben noch nicht da ist?

Drei gute Punkte fallen mir immer wieder ein. Wie steht es denn in Ihrem Arbeitsbereich um folgende Sachverhalte?

• Verdient eine Frau oder ein Mann in Ihrem Team das meiste Geld?

• Wie viele Väter und Mütter sind in Elternzeit?

• Wieviel Männer arbeiten Teilzeit?

An Ihren Antworten können Sie erkennen, wie nah dran an der Gleichberechtigung Ihr Unternehmen ist.

Auch in der Höhle der Löwen gilt: Klischees sind nicht nur deshalb überwunden, weil wir zu oft von ihnen gehört haben… Was also tun? Entspannen wir uns – auf Augenhöhe! Alle, Frauen wie Männer, können davon nur profitieren.

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