Weiterbildung: Business Coach (Change)

Methoden-Kompetenz für Führungskräfte

Change bricht alte Strukturen auf, verspricht Optimierung von Prozessen, bringt neben organisationaler auch strategische Neuausrichtung und antwortet auf Innovationen: Seit mehr als 30 Jahren ist Change Management der entscheidende Prozess in Wirtschaft und Industrie. Treiber des Wandels sind IT-Technologien, Veränderungen am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft, politische Rahmenbedingungen – wir haben es mit ökonomischen und ökologischen Krisen zu tun. Im Unternehmen geht es um Themen wie Kostensenkung, M&A, Standardisierungen und darum, die Mitarbeiter bei großen Veränderungen mitzunehmen.

Das bedeutet eine enorme Herausforderung für alle, die in Veränderungsprozessen Führungsverantwortung tragen und betrifft das gesamte Management, besonders die Profis in HR und in der Kommunikation sowie überall da, wo Kunden direkt involviert sind. Bei Zusammenlegungen von Unternehmen, aber auch andere disruptive Veränderungen bringen einen „clash of cultures“ mit sich. Firmenkulturen verändern sich rapide. Den Menschen aber fällt diese Geschwindigkeit schwer; sie gilt es, angemessen zu begleiten. Aus Kränkungen und Irritation müssen wieder Produktivität und effiziente Mitwirkung entstehen. Hier bedarf es der richtigen Instrumente und einer klaren Haltung.

Erfahrene Führungskräfte bauen in dieser Weiterbildung Business Coaching mit dem Schwerpunkt Change als Management-Kompetenz auf.

Führungskräfte und Manager*innen sind als Business Coaches mit Schwerpunkt Change in der Lage:

 

  • Erfolgreich, gezielt und systematisch die notwendigen Veränderungen in ihren Unternehmen zu begleiten, umzusetzen und zu kommunizieren
  • Change Management und tiefgreifende Transformationsprozesse methodisch anzuwenden und erfolgreich durchzuführen
  • Aktuelle Herausforderungen von Disruption und Digitalisierung in ihren typischen Verläufen zu kennen und Coaching-Bedarfe zu erkennen.

Der Aufbau der Weiterbildung

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Es geht um Führung – von Anfang an

Im Unterschied zu etlichen Weiterbildungen beginnen wir sofort mit dem Business Coaching. Führungskräfte führen – das bedeutet, es geht um Führung von Anfang an. Wir vermitteln hier nicht die Settings und Instrumente für ein psychologisches
oder ein reines Life-Coaching, sondern fokussieren uns auf das Business, seine Spielregeln und seine Menschen. Dabei haben wir es derzeit mit verschiedenen, doch stets großen wirtschaftlichen Räumen zu tun, in denen unterschiedlich gehandelt, gemanagt und entschieden wird:

  • Den spätindustriellen Wirtschaftsraum, der auf Funktionalität, auf Zweckrationalität und auf Standardisierung von Prozessen setzt und entsprechend oft demotivierend und sinnleer wirkt
  • Den postindustriellen Wirtschaftsraum, der sich der Digitalisierung verpflichtet fühlt und als creative economy auf Spiel, auf Singularität und wechselnde Projektarbeit setzt.

Es geht im Change um Disruption, aber viel eklatanter auch um Konsequenzen aus M&A-Prozessen: Auf krasse Weise erleben Mitarbeiter die Veränderungsprozesse, wenn neu bewertet und umstrukturiert wird, wenn alte Erfolge nicht mehr gelten und einstmals gute Arbeit nicht mehr zählt.

All diese Bruchkanten zwischen verschiedenen Unternehmen wie auch Wirtschaftsräumen führen unweigerlich zu anspruchsvollen Vermittlungsaufgaben und damit langfristig zu differenzierten Coachingbedarfen, die in dieser Weiterbildung im Mittelpunkt stehen.

Die hohen Kommunikationsaufwände in allen Change-Situationen bedürfen im Coaching bestimmter Mittel und Ansätze. Drei Faktoren sind bei allen Methoden und Instrumenten erfolgssichernd:

  • Eine Haltung, die Mitarbeiter ernst- und mitnimmt, wie sie etwa das postheroische Management Aus dieser Haltung heraus wird Komplexität nicht reduziert, sondern verdichtet und zum Orientierungspunkt des eigenen Handelns
  • Der Zugang zum eigenen Erfahrungs- und Methodenwissen, der sogenannten Hierzu gehören wissenschaftlich basierte Konzepte wie das ressourcenzentrierte Managementsystem der ETH Zürich, aber auch die Erwirtschaftung des eigenen Erfahrungswissens durch Reflexion
  • Die Freiheit zur eigenen Meinung und die Fähigkeit zum angemessenen Feedback, wie sie aus Nüchternheit, Klarheit und Bewusstheit entstehen

Auf dieser Basis wurde die Weiterbildung zum Business Coach konzipiert.

Leading self, Leading others, Leading Business plus Leading Change.

Die Fähigkeit zur Selbstführung ist grundsätzlich Voraussetzung dafür, andere zu führen: Zwei Module fokussieren den eigenen Umgang mit Change.
Welche persönlichen Erfolgsstrategien habe ich, um Veränderungen zu bewältigen? Bin ich Bewahrer*in oder doch eher Veränderer*in?
Mit welcher Haltung erreiche ich das Buy-in von Mitarbeiter*innen, Kund*innen und anderen Stakeholdern? Was ist nötig, wenn ich nicht auf Manipulation, Taktiken und Lügen setzen will, sondern mich respektvoll und zugleich unternehmerisch verhalten möchte?

Vor diesem Hintergrund werden dann Change-Architekturen vermittelt ebenso wie alternative Transformationsprozesse und am Beispiel der eigenen Erfahrungen als Beteiligte*r oder Betroffene*r reflektiert, um was es hier im Wesentlichen gehen kann.

Baustein I „Leading self” und „Leading others“

Was Manager benötigen, um in Zeiten von Veränderungen Mitarbeiter aus einer coachenden Haltung mitnehmen zu können, ist vor allem Klarheit über die eigene Art der Selbstführung: Wie motiviere ich mich? Welche Lernstrategien setze ich erfolgreich ein? Was ist mein Erfahrungswissen und wie kann ich dieses sinnvoll einsetzen?

Die Selbstführung wird ergänzt durch die Überprüfung der Führungsinstrumente, die auf Mitarbeiter*innen zielen, auf Teams und Abteilungen, aber auch auf Stakeholder wie Investoren, Betriebsräte als Sozialpartner oder Aufsichtsräte. Hier stehen Gruppendynamiken im Fokus ebenso wie eine Auffrischung älterer Führungskonzepte. Kenntnisse aus den Neurowissenschaften verändern Führungsverhalten weltweit und sind längst nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Baustein II „Leading Business“ und „Leading Change”

Geht es um Standardisierung, um Optimierung, um Kostensenkung? Oder doch um neue Geschäftsmodelle, um andere Kundensegmente, um völlig neue Konzepte? Wer sein Business kennt, kann sich für die anstehenden Veränderungen aufstellen. Was sind die Treiber meines Geschäftes, welches sind die Stellschrauben, woher kommen die Gewinne? Hier zeigt sich die Fähigkeit, sein Geschäft zu führen.

Auf diesen Kenntnissen wird aufgebaut, wenn es um Change geht: Hier steht ein praxisnahes Methoden-Wissen zu den verschiedenen Arten von Change und Transformation im Vordergrund. Erfahrene Führungskräfte ergänzen ihr vorhandenes Repertoire um neue Instrumente und machen praktische Erfahrungen im geschützten Raum mit typischen Coachinganliegen.

Die Haltung der Coaches

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Coaching heißt für uns immer Business Coaching

und bedeutet zweierlei:

  • Die Klärung von Verhaltensänderungen (nicht: der Persönlichkeitsverbesserung)
  • Der Teilnehmer arbeitet mit den eigenen Ressourcen, die nur er kennt und die ihm nicht bekannt waren (nicht: was der Berater alles weiß)

Für dieses Trainer- und Ausbilder-Team gilt: Wir befassen uns mit Methoden, die dem Feld der Wissenschaft zugehörig sind ebenso wie mit denen, die aus Erfahrungswissen erzeugt wurden. Beides sind für uns valide Quellen für menschliche Veränderung. Wichtiger als ein wissenschaftlicher Beleg ist uns eine Haltung, die frei von Manipulation und Übergriff wirksame Methoden (an)erkennt und einsetzen kann. Insofern bieten wir Schlüsselkompetenz.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erleben, dass die wesentlichen Lösungen in ihnen selbst liegen. Wir als Head-Coaches verstehen uns in diesem Sinne als Facilitatoren: Wir ermöglichen Veränderungen und kennen effektive Lösungswege, die wir – je nach Wirkungsweise – vorher oder nachher auf Wunsch transparent machen. Wir verstehen uns als Feedbackgeber und spiegeln das Verhalten unseres Gegenübers.

Die Coaching-Weiterbildung liefert das Handwerkszeug

Wir stellen unseren Kunden in Coachings den nötigen Raum zur Verfügung, damit sie „the wanted version of themself“ werden. Wir entwickeln niemanden; ein solches Menschenbild ist uns fern.

Change erzeugt stets Unsicherheit. Diese lässt sich auch von einem erfahrenen Coach nicht nehmen; aber möglich ist es, als Coach seinem Stakeholder zu mehr Sicherheit im eigenen Verhalten, in den eigenen Beweggründen und damit zu einer inneren Stabilität in äußerlich bewegten Zeiten zu verhelfen. Dazu gehören passende Ziele, sich befreien von überflüssigem Ballast und die richtigen Schritte hier und jetzt mit der nötigen Weitsicht gehen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte
a. dem Weiterbildungsangebot 2018_BC_Change
b. dem Datenblatt dazu mit Terminen und Investition 2018_BC_Change_Datenblatt