Risikointelligenz

Wir leben in einer Hasenfußgesellschaft. Oder kennen Sie jemanden, der noch Risiken eingehen will? Dabei sind Risiken der Motor unseres Lebens, der Motor der Evolution. Nicht umsonst heißt es: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“

Risiken sind heute sehr zu Unrecht schlecht beleumdet. Früher, als sie noch unter dem Namen „Wagnis“ operierten, taten sich Menschen offenbar damit leichter. Der Begriff des Risikos taucht zur gleichen Zeit auf mit der „Erfindung“ von Versicherungen – wollen wir uns deshalb am liebsten gegen alles und jedes versichern? Gegen Möglichkeiten des Scheiterns, des Älterwerdens, der Veränderung?

„Ohne Risiko keine Chance!“ ist nicht nur sehr wahr, sondern auch die Grundlage jeden Unternehmertums. Wo sind die Innovations-, Veränderungs- und Wachstumsimpulse, wenn Unternehmen immer nur das Gleiche machen, wenn alle neuen Ideen unter den Teppich gekehrt werden und jede Innovation direkt zur Gefahr für den geordneten Arbeitsalltag mutiert? Risiko kommt dort bestenfalls in „Risikomanagement“ vor und meint meist nur „Tick in the box“ – eine Checkliste bearbeiten. Dabei geht es um viel mehr.

Es geht zunächst einmal darum, zwischen Risiko und Gefahr zu unterscheiden. Denn Gefahr liefert uns keine Handlungsoptionen – wenn das Haus brennt, müssen wir löschen. Da gibt es nicht viel zu überlegen. Risiken dagegen liefern uns Spielräume und Handlungsfelder. Wir können abwägen, Alternativen suchen, uns Räume für neue Möglichkeiten schaffen – wir müssen nur hinschauen!

Dazu hilft ein umfassender Intelligenzbegriff. Die am weitesten verbreitete Idee von Intelligenz ist zu großen Teilen gekoppelt an die Leistungen unseres analytischen Verstands. Mit den Neurowissenschaften haben wir allerdings in den letzten Jahren verstehen dürfen, dass der Verstand zwar die mächtigste Waffe in der Analyse ist. Die Einschätzung von Situationen im Hier und Jetzt bewältigt aber unser emotionales System sehr viel besser und außerordentlich effizient.

Unter Risikointelligenz ist entsprechend ein integrierter Prozess zu verstehen, zu dem Erfahrungswissen und Emotionen ebenso gehören wie Bewusstheit und Handlungskompetenz. Ein Prozess, der uns zu einem vitalen, einzigartigen und anregenden Leben befähigt und der zugleich unsere Wirtschaft erfrischt und auf neue Ideen bringt. Das ist genau das, was gebraucht wird!

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