Handeln kann Ihr Leben verändern.

Statt Work-Life-Bullshit: Ganztags lebendig sein

Stellen Sie sich vor: Karriere ist die Chance, mehr von sich selbst zu wissen und zu leben. Die Idee: „To be the best fitting version of yourself.“ Es geht um Integration von Arbeit und Leben, um ein Lebenskonzept jenseits von Kontrolle und Hamsterrad.

Alte Paradigmen überwinden

Die alten Ideen von Work-Life sind überholt und haben sich im Management-Alltag nicht bewährt. Eine Haltung, die seit Mitte der 1980er Jahre neue, zeitgemäße Konzepte anbietet, liefert das postheroische Management – ein Begriff von Charles Handy, Ex-Shell-Vorstand und Gründer der LSE (London School of Economics).

Toolbox für Innensteuerung

Sich selbst führen, das ist die zentrale Aufgabe im Paradigmenwechsel. Wie Sie kraftvoll von innen steuern und dabei neue Energien auftanken, das nenne ich Risikointelligenz. Dabei geht es um den Einsatz Ihrer ganz persönlichen „Bordmittel“: Ihre Emotionen, Ihre Intuition und Ihr Wissen, vor allem Ihr Erfahrungswissen – Ihr unternehmerisches Potenzial.

Ein Hamsterrad sieht von innen auch aus wie eine Karriereleiter

Nicht nur, aber besonders Frauen wissen oft nichts von ihren tatsächlichen Talenten und versuchen, mit dem Anschubmechanismus „Fleiß“ ganz nach oben zu kommen. Nüchternheit und Kenntnis der Spielregeln im Unternehmen öffnen realistische Perspektiven. Optimal auch hier: die Nutzung der eigenen Potenziale.

Ihr TomTom trägt Ihren Namen: Bringen Sie sich auf den eigenen Weg

top

Disziplin, Sorgfalt und Einsatzbereitschaft sind richtig hilfreich, wenn die eigene Grundrichtung verstanden ist. Wer sein Potenzial nicht lebt, fährt quasi ständig im Acker neben der Autobahn, auf der andere gut sichtbar vorübergleiten.

Was sich mit wesentlichen Fragen ändern kann

„Wenn ich nur noch 1 Jahr zu leben hätte…“ Diese Überlegung kann alles ändern. Wenn Sie wissen, wofür Sie morgens aufstehen und tagsüber ihre besten Fähigkeiten aktivieren, wenn Sie wissen, was Sinn liefert und was Sie inspiriert, wachsen lässt, reifer macht, dann sind Sie bei sich.

Einen Unterschied leben, jetzt

Was für einen Fußabdruck wollen Sie hinterlassen? Welchen Unterschied in der Welt soll Ihr Leben machen? Weshalb sind Sie hier? Formulieren Sie das als smartes Ziel. Ihr Leben findet hier und heute statt, nicht morgen und woanders.

Eine Vision tut auch dem Unternehmen gut

Die Qualität der Selbstführung nützt im gleichen Maße auch dem Unternehmen. Eine qualitative Vision ist optimal, nachhaltig und strapazierbar. Für was wollen Sie und Ihre Teams unterwegs sein? Was überzeugt Sie genug, um dafür morgens mit den besten Leute anzutreten und für das Beste, was Menschen gemeinsam erarbeiten können?

Trauen Sie Ihren Augen! Und Ihren Wahrnehmungen

top

Nicht nur, aber gerade im digitalen Business droht zunehmend die eigene Klarheit des einzelnen verloren zu gehen. Gleichgültigkeit trifft oft genug auf Fassadenhaftigkeit; deshalb ist die Fähigkeit der Führungskräfte zu erkennen, was tatsächlich wirkt und wie, ständig (und oft genug extrem) gefordert. Selbstreflexion hilft, reicht aber oft nicht.

Die eigenen Sinne erleben und schärfen

Jeder von uns hat die Instrumente zur Einschätzung des Umfeldes dabei. Anders gesagt: wer seinen Sinnen traut, hat Zugriff auf exzellente Bordmittel. Wenn Sie etwas irritiert, gehen Sie der Sache auf den Grund! Schauen Sie nicht weg, bleiben Sie dran.

Gefühle liefern sofort Orientierung

Wir haben unsere Gefühle, nicht unsere Gefühle haben uns. Jede Sinneswahrnehmung löst ein Gefühl aus. Angst vor einem dunklen Wald? Optimal. Dann bitte mit Stock und Taschenlampe losgehen. Wut auf einen Vorgesetzten? Großartig. Diese Energie kann Sie durch jedes Klärungsgespräch tragen.

Schnellstes Wissen: Emotionen, Erfahrungen, Expertise

Emotionen sind absolut schnell zugänglich. Während das Rennpferd „logischer Verstand“ noch gesattelt wird, um an den Start zu gehen, ist unser System schon orientiert. Dito Expertenwissen: Wenn der Architekt eine krumme Wand sieht, ist nichts mehr nachzumessen. Der Experte „weiß“. Der schnelle Dritte im Bunde: Erfahrungswissen.

Deep, smart, einzigartig: Erfahrungswissen

top

Erleben ist nicht erfahren. Wir erzeugen Erfahrungswissen, indem wir das reflektieren und einordnen, was uns geschieht, und daraus Drehbücher erzeugen. Typisches Erfahrungswissen pur: Auto- und Radfahren, Schwimmen und – Führen. All das lässt sich nachlesen, aber nicht aus einem Buch erlernen: Sie müssen es tun, wieder und wieder.

Reflexion ist mehr als sexy

Wie führen Sie? Wie genau führen Sie sich und ihre Teams zu Erfolgen? Wie aktivieren Sie die besten Ressourcen Ihrer Teams? Sie haben Erfahrungen. Sortieren Sie diese und bauen Sie daraus Ihr ganz persönliches System, mit dem genau ein Mensch optimale Ergebnisse erreicht: Sie.

Erfahrung sorgt für einzigartige Kraft

Erfahrungswissen macht unique. Denn Erfahrungen basieren auf Ihrem ganz individuellen Leben, auf Ihren Wahrnehmungen und der Fähigkeit, diese zu verarbeiten. Sie brauchen Wettbewerb nicht zu fürchten, wenn Sie stabil auf Ihre Erfahrungen bauen und können selbst mit stärksten Partnern kooperieren.

Bringen Sie Ihre Intuition ins Spiel

Emotionen, Expertise und Erfahrungen sind nicht nur sensationell schnell. Sie sind zudem jederzeit abrufbar. Sei es durch rationales Wissen, sei es durch Intuition – die sich im Gehirn ohne Ihr bewusstes Zutun entwickelt. Und je dichter Ihr neuronales Netzwerk wird, desto verlässlicher werden Ihre Ahnungen zu Wissen.

Souveranität stoppt Persönlichkeitswettbewerb

top

Bei sich sein, das ist leichter gesagt als getan, vor allen Dingen in Zeiten von Veränderungs- und Transformationsprozessen. Steuerungsinstrumente von außen werden massenhaft angeboten und scheinen attraktiv, nutzen aber der eigenen Entwicklung kaum.

Die innere Stärke geltend machen

Innere Stärke ist Stabilität, die biegsam bleibt. Es geht vielmehr darum, das Wissen um eigene Stärken und Schwächen sowie die eigene Erfahrung als Impulse zum Handeln zu begreifen. Stellen Sie Fragen, geben Sie zu, dass Sie etwas nicht wissen. Gehen Sie auf Suche und schützen Sie sich vor Sucht.

Zuversicht und Vertrauen entwickeln

Von Vaclav Havel stammt der Spruch: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Entwickeln Sie auch in schwierigsten Situationen Zuversicht. Sorgen Sie für Vertrauen; das ist der soziale Kitt zwischen Menschen.

Frei von Bewertungen

Bewertungen sind wenig hilfreich, wenn Sie zu neuen Lösungen oder Sichtweisen kommen wollen. Das heißt nicht, dass Sie keine Urteile treffen sollen! Im Gegenteil, Sie brauchen eine Haltung, nicht nur Meinung. Fehlerfreundlichkeit ist die Lösung. Machen Sie drei Fehler am Tag, freuen Sie sich darüber! Sie können lernen, wachsen, reifen. (Oder Sie warten auf Krisen, Katastrophen, Krankheiten.)

Win-win: Den Prozess steuern und verantworten

top

Wer sich selbst führen kann und Wertschätzung für sich aufbringt, der kann das auch für andere gewährleisten. Ihre Art und Weise zu leben kann zum Vorbild werden. Fassade, Marketing und schöne Worte? Überflüssig.

Nähe und Distanz gestalten

Die Beziehung zwischen Menschen gestaltet sich über Nähe und Distanz. Wer diesen Tanz nicht beherrscht, wird zur eigenen Orientierung stattdessen ab- oder aufwerten. Das führt in die Polarität der Täter-Opfer-Dynamik und oft genug zu Hierarchie und Machtausübung.

Kooperation statt Wettbewerb

Wettbewerb gründet sich auf hierarchischen Konstellationen. Kooperation scheint viel wirkungsvoller zur Ausschöpfung aller Ressourcen. Aber das erfordert eine reife Führung: Die Bereitschaft, tatsächlich auf Dominanz zu verzichten und win-win-Situationen ernsthaft anzustreben.

Was statt Macht geht

Das Wissen um Gefühle stützt ein wertschätzendes Verhalten in Empathie und Mitgefühl für andere. Diese emotionale Kompetenz stärkt Sie selbst und wirkt. So lassen sich Menschen mitnehmen und überzeugen. Präsenz und Persönlichkeit statt Macht – das sind die neuen autoritativen Konzepte.

Transformation durch Krisen, Katastrophen, Krankheiten

top

Im Gegenwind zu sich selbst zu stehen, das gehört in hohem Maße zu jeder Persönlichkeit. Nur auf dieser Basis lässt sich verbindlich zusammenarbeiten, nur so gibt es Verlässlichkeit, Gewissheit und die von vielen erhoffte Sicherheit.

Mehr von sich selbst verstehen

In Krisen liegt große transformatorische Kraft: für das Wissen von sich selbst, für eine neue Ebene von Selbstverständnis, für Desillusionierung und alle Arten von Klarheit. Zu ihrer Bewältigung lässt sich professionelle Unterstützung als Chance begreifen.

Stellen Sie sich den Erwartungen anderer

Ob es eine Krankheit ist oder eine Krise: Gehen Sie aktiv damit um. Es gilt es, eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Damit lassen sich die Erwartungen anderer einbeziehen und die eigene Erwartung in ein Ziel transformieren. Bleiben Sie dabei in der Verantwortung für Ihr Leben!

Keine Chance ohne Risiko!

Ergreifen Sie Chancen, auch wenn Sie Risiken sehen! Schaffen Sie Transparenz hinsichtlich der vorhandenen Handlungsspielräume. Es gilt, Nicht-Wissen und Ungewissheit im Unternehmen auszuhalten. Wer nicht wagt, hat schon verloren.

Eldership statt Jugendwahn? Für ein Leben in Balance

top

Wer denkt, das Leben sei ein dunkles Tal und nur Jugend könnte dieses Tal erhellen, der hat die Zukunft nicht im Blick. Verändern Sie ihr Bild von Leben hin zu einem Weg, der mit zunehmendem Alter und mit wachsenden Erfahrungen immer breiter und komfortabler werden kann.

Reifen statt faulen

Mit welchen Bildern und Geschichten schauen Sie auf Ihr Leben? Wie sind diese mit Ihrem Verhalten verknüpft? Mit einem solchen Verständnis können Sie selbst für Entwicklung sorgen. Denn letztlich geht es genau darum: Gehen Sie weiter, gestalten Sie Ihre eigene Balance und reifen Sie in Würde und Gelassenheit.

Integration ist die Lösung

Polaritäten wie Gewinner und Verlierer, wie richtig und falsch gehören zum alten Bild von Wirtschaft. Auf dem Weg zu Ihrer Innensteuerung öffnen sich zwischen den Gegensätzen ungeahnte Potenziale in Resonanz mit Ihrem Umfeld – besser kann es gar gehen. So spielen Sie die Hauptrolle in Ihrem eigenen Film.

Spiritualität als Ressource

Betrachten Sie Spiritualität als innere Ressource. Entwickeln Sie die Souveränität, zwischen Dingen, die Sie ändern können und Dingen, die Sie nicht ändern können, zu unterscheiden. Bleiben Sie gelassen. Sie können gestalten und müssen nicht alles kontrollieren! Die Balance auf Ihrem Weg liefert die nötige Energie.

Hier finden Sie diesen Text als PDF.

top

Zum Ausdrucken:  Haltung_20141218